Energiekrise

Zur Energieversorgung der Museen

Aktuell:

Empfehlungen für die Einführung eines erweiterten Klimakorridors

Aufgrund der aktuellen Energiekrise hat der Deutsche Museumsbund gemeinsam mit Expert:innen aus den Bereichen Technik, Restaurierung, Wissenschaft und Verwaltung Empfehlungen für die Einführung eines erweiterten Klimakorridors bei der Museumsklimatisierung erarbeitet. Statt eines einzelnen Sollwerts wird darin ein Klimakorridor im Betrieb mit festen Grenzwerten empfohlen. Das bedeutet, dass alle Werte innerhalb des Korridors als akzeptabel bewertet werden, sofern das Sammlungsgut keinen spezifischen konservatorischen Anforderungen unterliegt. Wir empfehlen allen Museen, sich mit der Empfehlung vertraut zu machen und zu prüfen, welche Anpassungen vor dem Hintergrund der technischen Ausstattung und der Anforderungen des Sammlungsgutes möglich sind. Da das Sammlungsgut in den unterschiedlichen Museen hoch divergent ist, können die konservatorischen Anforderungen für die Umgebungsbedingungen sehr unterschiedlich sein. Eine Bewertung muss daher von Fachleuten wie Restaurator:innen vorgenommen werden. Zudem ist darauf zu achten, dass alle Änderungen an bisher bestehenden Klimaparametern im Umfeld von Sammlungsgut mit einem hinreichenden Monitoring und Evaluierungen begleitet und ausgewertet werden müssen.

Die Empfehlung zur Einführung eines erweiterten Klimakorridors bei der Museumsklimatisierung wurde von den Arbeitskreisen Gebäudemanagement und Sicherheit und Konservierung/Restaurierung im Deutschen Museumsbund erarbeitet und abgestimmt. Der Verband der Restauratoren (VDR), Bonn/Berlin, das Doerner Institut, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München, und das Rathgen-Forschungslabor, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Berlin, tragen die Empfehlung mit.

Empfehlung zur Einführung eines erweiterten Klimakorridors


Wirtschaftlicher Abwehrschirm gegen die Folgen des russischen Angriffskrieges (29.09.2022)

Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz (28.09.2022)


Seit dem 23.06.2022 befindet sich Deutschland in Stufe 2 des Notfallplans Gas (Stufe 1: Frühwarnstufe, Stufe 2: Alarmstufe, Stufe 3: Notfallstufe).

Damit stehen bereits einige Energieversorger vor der Herausforderung, ggf. Energiemengen zu drosseln und erarbeiten Versorgungspläne. Ein sog. Standardlastprofil ist hierbei Grundlage für die Beplanung besonders energieintensiver Einrichtungen.

Daher ist es von Bedeutung, bereits jetzt für die eigene Einrichtung grundlegende Fragestellungen zu beantworten und mit dem Träger, der zuständigen Kommune und/oder ggf. dem Energieversorger zu erörtern bzw. die jeweilige Betroffenheit zu klären.

Weiterführende Links aus den unterschiedlichen Bereichen/Branchen finden Sie hierzu gebündelt auf unserer Website (unten).

Ab Stufe 3 übernimmt der Bund die Regelung der Energieversorgung und die Bundesnetzagentur trifft damit die Festlegungen zur Verteilung von Bezugsmengen. Im Vordergrund steht dabei die Sicherung so genannter "geschützter Kunden" in einer absoluten Versorgungsnotlage. Kunst und Kultur gehören nicht zu den "geschützten Kunden". Mit der einheitlichen Einteilung der Kritischen Infrastrukturen (KRITIS, Sektor "Kultur und Medien") in neun Sektoren im Jahr 2011 gehören Kunst und Kultur zur kritischen Infrastruktur, sofern sie Kulturgut bewahren oder Kulturerbe repräsentieren (Sektr "Kultur und Medien"). Dies ist auch in Stufe 3 zu berücksichtigen. Daher haben BKM und KMK Gespräche mit der Bundesnetzagentur geführt und entsprechende Vorschläge für den Fall einer Allgemeinverfügung erarbeitet.

Zugleich haben Bund und Länder sowie kommunalen Spitzenverbände "Gemeinsamen Empfehlungen für Maßnahmen im Kontext einer etwaigen Gasnotlage unter besonderer Berücksichtigung Kulturgut bewahrender Einrichtungen" erarbeitet.

Erklärung der Kulturministerinnen und -minister der Länder und der Staatsministerin für Kultur und Medien vom 21.09.2022

Am 21.09.2022 haben sich die o.g. im Hinblick auf die weiteren Verhandlungen positioniert und Kulturpolitische Forderungen für die Positionierung von Kunst und Kultur in der Energiekrise herausgegeben. 

Gemeinsam Empfehlungen der Kulturministerkonferenz u.a.

Seitens des Bundes wurde bereits Bereitschaft für die Einrichtungen eines "Sonderfonds Energiekrise" für Kunst und Kultur signalisiert.


Handlungsempfehlungen:

Empfehlung zur Einführung eines erweiterten Klimakorridors

Handlungsempfehlungen des Deutschen Museumsbundes

Handlungsempfehlungen im Notfall (MV Thüringen)

Gemeinsam Empfehlungen der Kulturministerkonferenz u.a.

Handlungsempfehlungen DEHOGA

Handlungsempfehlungen Deutscher Bühnenverein und Deutsche Theatertechnische Gesellschaft

Handlungsempfehlungen Forum Veranstaltungswirtschaft

Energiesparpotentiale in Bibliotheken


Weiterführende Links:

Informationen des Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit

Landesenergie- und Klimaschutzagentur MV: LEKA-MV

Informationen des Tourismusverbandes M-V zur Energiekrise

Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung (EnSikuMaV)

Stellungnahme des Deutschen Museumsbundes vom 23.09.2022 

Erklärung der Kulturministerinnen und -minister der Länder und der Staatsministerin für Kultur und Medien vom 21.09.2022

Pressemitteilung des WKM vom 16.09.2022

Entlastungspakete des Bundes

Energiesparen in der Kultur

Energiesparaufruf des Deutschen Museumsbundes

AK Gebäudemanagement und Sicherheit

Projekt „SiLK – SicherheitsLeitfaden Kulturgut“

Bibliotheken und die Krise der Lebenshaltungskosten (engl.)

Ukraniekrise und Nachhaltigkeitspolitik

Infos zur Energiekrise und seine Auswirkungen auf den Kulturbereich Deutscher Kulturrat